Neue Erkenntnis / und immer noch elend

Ich habe jetzt herausgefunden, was es ist, was mich zur├╝ckh├Ąlt, was mich all diese schrecklichen Phasen durchleben l├Ąsst.

Diese Endlosschleife aus Angst -> Schmerzen -> Depression -> Schmerzen -> Depression -> Gr├╝beln -> Angst -> Schmerzen -> Depression …

Ich glaube es zumindest.

Ich stehe vor meiner Zukunft. Ich will etwas tun, etwas, was ich wirklich will. Schon seit 1 1/2 Jahren. Und was mich immer davor zur├╝ckgehalten hat, war die Angst. Und ich war gel├Ąhmt. Und pl├Âtzlich sah es so aus, als k├Ânnte ich nichts mit meinem Leben anstellen. Als w├Ąre ich zu nichts f├Ąhig. Zu allem zu schwach. Und diese Frustration hat mich ├╝berrollt. Schmerzen, Depression folgten, die sich gegenseitig am Leben gehalten haben.

Ich durfte aber ein paar positive Erfahrungen in dieser dunkeln Zeit machen. Ich hatte Momente, in denen ich mich wieder ansatzweise leicht gef├╝hlt habe. Drei, um genau zu sein.

All das waren Zeiten, in denen ich keine Angst vor der Zukunft hatte. Weil ich mich sicher f├╝hlte. Ich hatte immer noch keinen genauen Plan, aber das machte mir in diesen Momenten keine Angst mehr. Ich f├╝hlte tiefen inneren Frieden in mir, innere Ruhe. All das waren Momente, in denen ich der ├ťberzeugung war, dass der Ort, an dem ich war, genau der richtige f├╝r mich war.

Ich konnte aufh├Âren zu gr├╝beln, aufh├Âren mir Sorgen zu machen. Ich musste vor nichts mehr davonlaufen, gegen nichts mehr k├Ąmpfen.

Und all das ist reine Kopfsache.

Wenn ich jetzt hier zu Hause, in meinem Zimmer, sitze, dann schreien mich schon die W├Ąnde an und sagen: Geh! Verschwinde! Das ist nicht der richtige Ort f├╝r dich! Du bist schlecht! Du kannst es nicht! Du schaffst es nicht! Du wirst niemals irgendeinen Traum verwirklichen! Und ich f├╝hle mich furchtbar und will einfach nur weg, aber ich habe keinen Mut, keine Kraft, keine Idee, wo ich hin soll.

Jetzt ist mir klar geworden, ich habe Ideen. Es gibt Orte. Die Angst hat mich nur ├╝ber die Zeit hinweg so schwach und klein gemacht, dass ich sie nicht mehr sehe, dass ich denke, ich habe keine Kraft f├╝r irgendetwas.

Wenn ich mir jetzt und hier die Erlaubnis geben k├Ânnte, zufrieden mit meinem jetzigen Stand zu sein, w├Ąren 99% meiner psychischen und physischen Probleme gel├Âst. Aber das kann ich nicht. Und das ist auch irgendwie verst├Ąndlich. Seit ich denken kann, wollte ich weg von hier. Und dann war ich frei, aber fand den Mut nicht. Und so wurde alles immer und immer schlimmer.

Ich will es irgendwie schaffen, dass mich meine Angst nicht mehr regiert.

Und ich werde mich jetzt auf den Weg machen. Wohin ganz genau, wei├č ich noch nicht, erstmal zu meiner lieben Freundin nach Bayern. Und dann sehe ich weiter. Einen Schritt nach dem anderen.

Ich habe jetzt die Macht dieser Erkenntnis, und wei├č, dass es einzig und allein die Angst ist, die mich zur├╝ckh├Ąlt. Und dass es keinen rationalen Grund f├╝r diese Angst gibt.

 

Nun, wie geht es mir aber jetzt gerade in diesem Moment? Elend. Ich bin aufgewacht, relativ positiv gestimmt, hatte Bilder von mir im Kopf, wie ich gleich in die K├╝che gehe und Zimtwecken backe. Dann jedoch bin ich aus dem Bett aufgestanden, und da war sie wieder, diese Wand, die mich niederdr├╝ckt. Die Ersch├Âpfung in den Gliedern, und der Schmerz in meinem Auge. Ich h├Ątte heulend am Boden zusammenbrechen k├Ânnen.

Ich bin trotzdem aufgestanden, habe die Dinge getan, die getan werden mussten. Und f├╝hle mich jetzt immer noch genauso elend.

Und ich wei├č auch, wieso es mir so geht. Weil ich aufgestanden bin mit der Angst, dass die Entscheidung, die ich getroffen habe – wegzufahren – nicht die richtige ist. Dass ich es nicht schaffe. Ich habe Erwartungen, und Angst, sie nicht zu erf├╝llen. Angst vor der Angst.

Wenn mir jemand anders, dem ich vertraue, Anweisungen geben w├╝rde, w├Ąre ich davon ├╝berzeugt, dass es das richtige ist, und w├╝rde mich gut dabei f├╝hlen, es zu tun. Aber da hier niemand solches ist, und ich mir die Anweisungen selber gebe, vertraue ich ihnen nicht. Ich vertraue mir nicht.

Und das ist der Punkt. V E R T R A U E N. Auf die Richtigkeit meiner Entscheidungen und Handlungen. Ich schreibe mir selber keinen Wert zu, deswegen gehe ich auch von vornherein davon aus, dass meine Vorhaben scheitern werden. In all den Momenten, in denen es mir gut ging, mochte ich mich, und vertraute auf meine Entscheidungen. Ich wusste, dass es gut war, was ich tat. Jetzt wei├č ich das nicht, ich zweifle es an. Ich zweifle mich an. Ich k├Ąmpfe gegen mich selber. Und daf├╝r geht sie drauf, meine ganze Energie.

Wenn ich doch blo├č darauf vertrauen k├Ânnte, dass es gut wird. Dann w├╝rde es n├Ąmlich gut werden.

Momentan f├Ąhrt mein Gehirn das Programm: Es wird alles schei├če. Wenn ich doch den Schalter umlegen k├Ânnte auf: Es wird alles gut.

 

 

 

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Da sind wir also, wir armen Kreaturen von einem anderen Planeten. Viel zu sensibel und wundervoll f├╝r eure kalte, harte, erbarmungslose, laute, r├╝cksichtslose Welt. Eingesperrt in euren Krankenh├Ąusern. Weil wir anders sind. Und ihr keine R├╝cksicht auf uns nehmen wollt, sondern uns lieber als krank und gest├Ârt bezeichnet.

Wie k├Ânnen wir uns nur endlich selber befreien?

Wir haben keine Kraft daf├╝r. Und so sind wir auf euch angewiesen, euch, den Grund f├╝r unser Leiden. So wie alles funktioniert, in eurem Kapitalismus. Ihr sperrt eure Leute ein, aber gestaltet den K├Ąfig sch├Ân bunt und komfortabel. Ihr verarscht euch doch alle selbst….

Was zur H├Âlle kann man tun, wenn man merkt, wie es einem selber immer schlechter geht, wie man sich immer weiter von der Person entfernt, von der man dachte, man w├╝rde sie sein, oder mal werden.

Was zur H├Âlle kann man tun, wenn man innerlich sp├╝rt, dass man das so nicht mehr lange mitmacht. Wenn man einfach nicht darauf kommt, was man jetzt noch tun k├Ânnte um sich selber zu retten. Alles scheint aussichtslos. Skepsis vor allem. Vorm Abhauen, vor der Klinik, vor Medikamenten. Vor korrupten ├ärzten. Vor der eigenen Zukunft.

St├Ąndig fahren diese Filme in meinem Kopf, die mich anekeln. Das perfekte System von perfekten Menschen, die alles so viel besser wissen. Und ich komme dorthin, ich, das arme Opfer, die arme Kleine, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegt. Die rebelliert, die sich nicht anpassen will. So ein dummes M├Ądchen.

NEIN! ICH BIN NICHT DUMM. ICH BIN VIELLEICHT DIE EINZIGE INTELLIGENTE HIER! ICH BIN VIELLEICHT DIE EINZIGE, DIE EUER KRANKES SYSTEM DURCHSCHAUT HAT. WEIL SIE SELBER AN IHM ERKRANKT IST. ICH ZERBRECHE AN EUCH!!!!

b r o k e n

Am Anfang hab ich Treffen mit M├Ąnnern noch ernst genommen. Ob real oder virtuell, egal. Ich war aufgeregt, hab alles ganz ungefiltert auf mich wirken lassen. War offen, nett, loyal. Und wo stand ich dann hinterher? Mit einem millionenfach gebrochenen Herzen.

Ich hab so langsam kapiert, dass der Mann, der mich gl├╝cklich macht, erst noch geboren werden muss. Und dann w├Ąre es sowieso zu sp├Ąt.

Aber ich kann es trotzdem nicht lassen mit Typen zu kommunizieren. Aber nur noch so zum Spa├č. Es bedeutet mir nichts mehr. Ich am├╝siere mich, nehme eine Erfahrung mit. Aber nie, nie wieder mache ich den Fehler und lasse irgendwen in mein Herz. Nicht mal ich kann immer gut genug zu mir sein. Wie soll es dann jemand anders schaffen, der von meinen Wunden nicht mal etwas wei├č?

Kleine Anmerkung noch zu meinem Herzen. Manchmal habe ich die Bef├╝rchtung, dass wirklich ein Teil davon noch bei diverser Person ist….

Instant Crush

 

Alles was ich will, ist etwas, was mich pusht, was mich dieses schwarze Loch in mir vergessen l├Ąsst. Und ich bin schon seit Jahren auf der Suche, aber ich finde nichts.

 

Und die Erinnerungen kommen immer ├Âfter. Immer ├Âfter bringst du mich wieder und wieder um. Und du wei├čt nicht mal etwas davon. In deiner Erinnerung bin ich wahrscheinlich die gest├Ârte Verr├╝ckte von damals. Und je mehr ich versucht habe, dir zu zeigen, wie viel du mir bedeutest, umso l├Ącherlicher habe ich mich gemacht. Wenn ich dich jetzt nochmal anrufen w├╝rde, w├╝rdest du vermutlich die Polizei rufen.

Man mag ja denken, der Schmerz wird mit der Zeit schw├Ącher. Nein, er wird immer und immer schlimmer. Mit jedem mal, mit dem ich an dich denke.